Das neu gegründete Orchester besteht aus Musikern aus Wien und entstand aus der Motivation heraus, das typisch „Wienerische“ zu repräsentieren. Das typisch Wienerische ist aber – unserer Meinung nach – nicht nur der vielgerühmte „Wiener Klang“, die Wiener Hörner und Wiener Oboen, sondern, heutzutage mehr denn je, die Vielseitigkeit der Menschen, Nationen, Werdegänge und Hintergründe.

Als Musiker in Wien zu leben, Wien mit all seiner Tradition jeden Tag zu erleben, das Wiener Musikleben mitzugestalten, Wiener Luft zu atmen, das macht unser Bewusstsein als Orchester, neben hoher musikalischer und technischer Qualität, aus. Das wollen wir transportieren.

Es formiert sich aus Musikern, die sich großteils lange und gut kennen, die schon Vieles miteinander erlebt haben und daher eine einzigartige Ausstrahlung und Art haben, gemeinsam zu musizieren. Das macht für uns den Unterschied und uns zu einem sehr homogenen Orchester.

Es sind die verschiedensten Formationen möglich: vom großen sinfonischen Orchester, über ein kleiner besetztes Kammerorchester bis hin zum Streichquartett. Auch eine Blasorchesterformation ist natürlich möglich. Es kann in jeder dieser Variationen mit oder ohne Solisten gespielt werden.

Ihrer und unserer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt – überzeugen Sie sich selbst!

Mitglieder des Orchesters

Chefdirigent Robert Papócsi

Robert Papocsi wurde in Ungarn geboren, besuchte das Musikgymnasium in Vác und studierte anschließend Horn und Musikpädagogik an der Hochschule in Pécs (Ungarn), wo er 1997 sein Diplom am Horn und 2003 mit Dirigieren (Hochschule in Pécs bei Karoly Neumayer) machte.

Zuerst war er Musiklehrer, Lehrer für Blechblasinstrumente und Chorleiter an diversen Schulen und Musikschulen in Ungarn, sowie Leiter einiger Blaskapellen, mit denen er diverse Preise bei Wettbewerben gewann. Als Hornist war er zuerst im Budapester OperettenTheater, bei der Pannon Philharmonie Pécs und ab 2007 im Cairo Symphony Orchestra engagiert.

​Er nahm an einigen Dirigiermeisterkursen teil, unter anderem bei Bert Alders (Niederlande), Ronald Johnson und Lawrence Dale Harper (USA), sowie Lászlo Dohos (Ungarn).

Seit 2011 lebt Robert Papócsi in Wien, wo er beim namhaften Dirigenten Michael Halász (Wiener Staatsoper) weiter studierte und sein Dirigierstudium mit dem Masterstudium bei Christian Schulz am Richard Wagner Konservatorium abschloss.

Neben 3 Blaskapellen, die er leitet, ist er bei diversen Orchestern tätig.
2016 engagierte Christian Schulz ihn als Assistent für die Oper „Baruch´s Schweigen“ (komponiert von Ella Milch-Sheriff), die in Wien im Semperdepot uraufgeführt wurde.

Im Juni 2017 dirigierte Robert Papocsi im Zuge des Vienna Summer Music Festivals die Oper „Suor Angelica“ von G. Puccini.
2017 dirigierte er das Symphonieorchester Nagykanizsa in Ungarn bei ihrem Neujahrskonzert mit großem Erfolg und wurde dort Chefdirigent.
Im Dezember 2017 folgte dort ein weiters Konzert mit Kodály Werken (symphonische und chorische).
Im Mai 2018 dirigierte Robert Papocsi sein Masterprüfungskonzert im Palais Auersperg in Wien, wo die ganze „Fledermaus“ von J. Strauß aufgeführt wurde.
Im Juni war er wieder Teil des Vienna Summer Music Festivals, wo er die Assistenz bei der „Zauberflöte“ übernahm.

Gastdirigent Michael Halász

Michael Halász wurde am 21. Mai 1938 in Klausenburg geboren.

Er begann seine musikalische Karriere als Fagottist der Philharmonia Hungarica. Das Orchester wurde nach der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands 1956 von geflüchteten ungarischen Musikern in Wien gegründet. 1964 belegte er den Studiengang als Dirigent an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Sein erstes Engagement als Dirigent war am Staatstheater am Gärtnerplatz in München von 1972 bis 1975, wo er insbesondere Operettenaufführungen dirigierte.

1975 übernahm er die Stelle des ersten Kapellmeisters unter Christoph von Dohnányi am Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Als Dohnányi 1977 nach Hamburg an die Hamburgische Staatsoper wechselte, folgte ihm Halász in derselben Position wie in Frankfurt. 1978 folgte er dem Ruf des Philharmonischen Orchesters Hagen, um dort die Position des Generalmusikdirektors zu übernehmen. 1991 wechselte er an die Staatsoper Wien, wo er 20 Jahre tätig war.

Halász’ zahlreiche Aufnahmen erschienen bei Naxos und umfassen beispielsweise die kompletten Symphonien Schuberts, Liszts Sinfonische Dichtungen sowie Werke von Mozart, Pergolesi, Dvorak, Mahler und vieler anderer. Besonders erwähnenswert sind die Einspielungen von Mozarts Opern Don Giovanni, Die Zauberflöte und Le nozze di Figaro.

Konzertmeister Balázs Schwartz

Balazs Schwartz wurde in Pecs, Ungarn, geboren. Seinen ersten Geigenunterricht erhielt er bei Zsolt Csermenyi in der Musikschule der Stadt Ajka.

Seit 1991 lebt er in Wien und studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Konzertfach Violine bei Prof. Josef Sivo, Prof. Gerald Schubert und Prof Michael Schnitzler.

Im Jahre 2000 absolvierte er die 2. Diplomprüfung – Magister der Künste und erhielt weiteren Unterricht von Gertrude Rossbacher und Guillermo Büchler.
Er spielte auch in Trios, wie dem Altenberg Trio

Bei Wettbewerben erhielt er mehrfach den 1. Preis (1987 Jugend Musiziert, 1. Preis, 1989 Janos Koncz Violinwettbewerb, Sonderpreis der Jury, 1991 Auer Lipot Gedenkwettbewerb, 1. Preis und den Sonderpreis für die W.A. Mozart-Interpretation)

Er nahm an Kursen, wie der Sommerakademie der Jehudi Menuhin Stiftung (Paris), teil.
Neben festen Anstellungen beim Schönbrunner Schlossorchester, dem Radio Sinfonieorchester Wien und den Niederösterreichischen Tonkünstlern ist Balázs Schwartz auch in der Kammermusik zu Hause. So war er bereits als Konzertmeister und Solist des Streichorchesters des Dohnanyi Ernö Musikgymnasiums Veszprem im In- und Ausland.
Streichquartett Tournéen, Opernproduktionen, diverse kammermusikalische Ensembles, wie das Wiener Kammerorchester, Academia Allegro Vivo, Haydn Philharmonie runden seine Arbeit ab.
Er ist Mitglied des Strauss Festival Orchesters, Wiener Mozartorchesters, Imperial Orchesters Wien, Ambassade Orchester, spielte beim Symphonieorchester der Wiener Volksoper, des Symphonieorchesters Vorarlberg, des Landestheaters Bregenz und des Stadttheaters Baden.
Konzertreisen führten ihn durch Europa, Asien, Nord- und Südamerika, er wirkte bei
CD-, DVD-, Ferseh- und Radioaufnahmen mit.

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